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Bundesverdienstkreuz für den Retter der Rennbahn
Hannover
Dienstag, den 08. März 2011 um 08:14 Uhr

Trotz Sonnenschein und besten Witterungsbedingungen musste Jürgen Apel am vergangenen Donnerstagnachmittag, 24. Februar 2011 seine Arbeitskleidung mit Anzug und Krawatte tauschen und den „KÄRCHER“ in der Ecke stehen lassen. Regionspräsident Hauke Granau hatte in Hannover ins Haus der Region geladen, um Jürgen Apel in Anerkennung seiner besonderen Verdienste um das Allgemeinwohl das Bundesverdienstkreuz zu überreichen.

Seine unermüdliches Bestreben zum Erhalt der Radrennbahn in Hannover-Wülfel und seine über 45 Jahre andauernde ehrenamtliche Mitarbeit im Radsportbezirk sowie im Verein würdigte Bundespräsident Christian Wulff am 20. Dezember 2010 mit der Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Zu den zahlreichen Gästen der feierlichen Überreichung, zählten der Präsident und der Ehrenpräsident des Radsportverband Niedersachsen Klaus Peter Haupka und Heinz Ewert ebenso wie einige Vorsitzende der Radsport Vereine aus der Region und langjährige Weggefährten Apels.

Der Regionspräsident würdigte im Besonderen, dass Jürgen Apel seit 1964 – also seit mehr als 45 Jahren - das Amt das Schatzmeister des RV Grün- Weiss Hannover ausübt, einem Verein der die Heimat so bekannter und erfolgreicher Rennfahrer ist, wie dem ehemaligen Profi-Steher Weltmeister Erich Möller, dem Junioren Weltmeister im Punktefahren Rüdiger Leitlof und dem Deutschen Querfeldein Meister und späteren Bundestrainer der Frauen Klaus Jördens.

Seine ehrenamtliche Mitarbeit bei der Ausrichtung von zwei Querfeldein-Weltmeisterschaften für Amateure und Profis sowie von zahlreichen Deutschen Meisterschaften und unzähligen Radsportveranstaltungen im Bezirk Hannover wurden ebenso als Begründung für die „Verdienste um das Gemeinwohl“ aufgeführt, wie die tägliche Arbeit an seiner geliebten Radrennbahn.

Die 333 Meter lange Holzbahn an der Wilkenburger Strasse würde ohne Apels Engagement nicht mehr bestehen. Bereits im Jahr 2006 wurde das Abschiedsrennen der traditionsreichen Rennbahn begangen, nachdem die technische Kommission des Bund Deutscher Radfahrer die weitere Befahrbarkeit der traditionsreichen Rennbahn bezweifelte.

Gemeinsam mit Walter von Lütken aus Osterholz-Scharmbek, dem Erbauer zahlreiche Holzbahnen auf der ganzen Welt, gelang es Apel daraufhin in mühevoller Kleinarbeit den Unterbau der Rennbahn zu renovieren. Das Reinigen der Fahrfläche mittels Dampfstrahler zählt ebenso zu den notwendigen Arbeiten, wie das Ersetzen von ca. 5.000 Meter Holzlatten, die Apel jedes Jahr aufs Neue und meist ohne fremde Unterstützung durchführt.

Nachdem die Radrennbahn Hannover in 2010 auf ihr 45jähriges Bestehen zurückblicken durfte, kennt Jürgen Apel noch drei vorrangige Ziele, zu der er die altehrwürdige Sportstätte gerne führen möchte, wie er in seiner Dankesrede im Haus der Region bekannt gab: „ Bis 2015 wollen wir den Sportbetrieb erhalten, in den nächsten fünf Jahren noch zwei Deutsche Dernymeisterschaften veranstalten und dann spätestens zum 50. Geburtstag der Radrennbahn eine Derny Europameisterschaft ausrichten!“ Dem Radsport in Niedersachsen und in ganz Deutschland ist zu wünschen, dass Jürgen Apels ehrgeizige Ziele in Erfüllung gehen.

Rinteln, 24. .Februar 2011

Quelle: www.steher.de

 

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